Hightech-Forschungsgewächshaus für die KU Leuven

Nachhaltiges Hightech-Forschungsgewächshaus

Einzelheiten

Standort
Leuven
Land
Belgien
Typ

Forschungszentren

Oberfläche
3650 m²
Architect
Modulo Architecten
Dienste
Studie, Konzept, Entwurf, Produktion, Technik, Montage, Ausführung

Beschreibung

Für das Departement Wissenschaft & Technologie der KU Leuven, einer Universität mit 600-jähriger Geschichte, haben wir einen hochentwickelten Gewächshauskomplex realisiert. Dieser Gewächshauskomplex wird für angewandte Forschung sowie für die Ausbildung zukünftiger Ingenieure und Forscher genutzt.

Das Project

Die bestehenden Gewächshäuser entsprachen nicht mehr den heutigen Standards in Bezug auf Energie, Biosicherheit und Flexibilität. Daher wurden sie vollständig durch einen modularen, technologisch hochentwickelten Gewächshauskomplex ersetzt. Dieser ist zudem doppelt so groß wie das ursprüngliche und arbeitet vollständig ohne fossile Brennstoffe.

Dieses technische Meisterwerk umfasst: 

  • Fortschrittliche Forschungseinrichtungen, darunter Klimakammern, Labore sowie Präparations- und Praktikumsräume
  • Quarantänebereiche mit sowohl dem höchsten Biosicherheitsniveau G2Q als auch einigen Bereichen gemäß der G2-Biosicherheitsnorme.
  • Insgesamt 34 flexibel aufgebaute Forschungsabteile unterschiedlicher Größe Lehreinrichtungen für Praktika mit Platz für 40 Studierende.
  • Logistische und administrative Zonen, die in das Gesamtkonzept integriert sind.

Nachhaltiges Energiekonzept in der Praxis fossilfrei 

Im Einklang mit den flämischen Klimazielen für 2030 und 2050 sowie den Ambitionen der KU Leuven, fossilfrei zu bauen, ist dieses Projekt ein Pionier seiner Art. 

Das Gewächshaus ist vollständig fossilfrei, was in einer Branche außergewöhnlich ist, in der Gasheizkessel und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen noch immer der Standard sind. 

Das Energiekonzept umfasst: 

  • Ein Erdwärmesystem (Erdsondenfeld) als nachhaltige Basis Vier Wärmepumpen für Heizung und Kühlung
  • Eine mobile Notheizzentrale, einsetzbar bei extremer Kälte (Temperaturmanagement ist entscheidend für den Bananenanbau)
  • Notstromversorgung für essenzielle Systeme (Belüftung, Fenster, Automatisierung)
  • Photovoltaik-Dachpaneele im Box-in-Box-Bereich vorne, die etwa 25 % des jährlichen Energieverbrauchs decken
  • Energieschirme zur Minimierung von Wärmeverlusten sowie zur Möglichkeit der Verdunkelung
  • Breitband-LED-Assimilationsbeleuchtung mit dem höchstmöglichen Uniformitätsindex
  • Energieeffiziente Luftbehandlungsgeräte mit HEPA-Filtern für die Biosicherheitsanforderungen
  • Ein leistungsfähiges Bewässerungssystem, größtenteils in Kanälen integriert, für optimale Lichtdurchlässigkeit.

Dank dieser Techniken wird der jährliche CO₂-Ausstoß um etwa 400 Tonnen reduziert – eine Senkung um 98 % im Vergleich zur aktuellen Situation.

Technologische und architektonische Integration 

Das Gewächshaus ist nicht nur ein Beispiel technologischer Innovation, sondern auch räumlicher Abstimmung. Das Baugelände liegt in einer geschützten Landschaft rund um die Celestijnenhoeve und die Priorij von Heverlee. Die Kombination eines Hightech-Forschungsgewächshauses mit einem historisch wertvollen Kontext stellte uns als Planungs- und Bauteam vor eine besondere Herausforderung, die wir mit Respekt vor der Umgebung und mit Blick auf die Zukunft angehen.

Beeindruckender Fortschritt der Arbeiten – Oktober 2025

1 Monat in Arbeit

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